Was eine Erdprofi-Stammdatenprüfung abdecken sollte.

Eine Stammdatenprüfung ist mehr als eine Suche nach leeren Feldern. Entscheidend ist, ob Kunden, Baustellen und Lieferanten fachlich richtig eingeordnet und in späteren Buchungen sicher verwendbar sind.

1. Adressen und Identität

Name, Straße, Postleitzahl, Ort und Land bilden die Grundlage für eindeutige Geschäftspartner. Schreibvarianten und Dubletten können dazu führen, dass Bewegungen auf mehrere Datensätze verteilt werden oder ein Partner mehrfach ausgewertet wird.

2. Die richtige GLN für den richtigen Zweck

Personen-, Standort- und Anlagen-GLN erfüllen unterschiedliche Funktionen. Eine formal richtige Nummer ist daher noch keine fachlich richtige Zuordnung. Geprüft werden muss, welche Rolle der Datensatz im konkreten Buchungsablauf übernimmt.

3. Herkunft und betriebliche Einstufung

Wirtschaftstätigkeit, Herkunftssparte und weitere Einstufungen beeinflussen Auswertung und Meldung. Sie müssen zur tatsächlichen Tätigkeit und zur Rolle des Geschäftspartners passen.

4. Baustellen gesondert betrachten

Baustellen sind häufig zeitlich begrenzt und werden anders verwendet als dauerhafte Kunden- oder Lieferantenstandorte. Neben Adresse und Zuordnung ist deshalb auch die Verwendung in Bewegungsdaten relevant.

5. Prüfung mit den Buchungen verbinden

Erst der Abgleich mit Bewegungsdaten zeigt, welche Stammdaten tatsächlich genutzt werden. So können Fehler nach Auswirkung priorisiert und Korrekturen gezielt vorbereitet werden.

Praxisgrundsatz: Stammdaten nicht isoliert korrigieren. Vor jeder Änderung muss klar sein, welche bestehenden Buchungen und Auswertungen davon betroffen sind.

Das Ergebnis

Eine gute Prüfung liefert keine unstrukturierte Fehlerliste, sondern eine markierbare Arbeitsgrundlage mit Datensatzbezug, Fehlerart, Priorität und empfohlener Klärung.

ME
Markus Eisl

Geschäftsführer bei NORENTIS® und Spezialist für Abfallbilanzen, Erdprofi® und datenbezogene Prüfungen.

Stammdaten prüfen. Fehler vermeiden.

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